Ich möchte euch hier in einem ausführlichen Review meinen neuen Rucksack vorstellen, das Modell Rainmaker Tactical in schwarz der Firma Greenroom136 als W?ldcard custom bag.
Vorab ... ich bin der Meinung, in einem Review oder einer Rezension sollte man den Artikel nicht nur vorstellen, sondern auch Langzeiterfahrungen mitteilen können. Das geht bei mir heute kaum, da ich den Rucksack noch nicht lange besitze. Jedoch durfte er mich bereits auf ein 5-tägiges Seminar begleiten. Dadurch kann ich aber natürlich heute nicht beurteilen, wie der Rucksack in einem, fünf oder gar zehn Jahren aussieht. Soviel vorweg, ich glaube, der wird auf Grund der Verarbeitung und eingesetzten Materialien seinen Weg machen. Ob es "mein letzter Rucksack" wird, weiß ich heute aber noch nicht
Vorgeschichte:
Ich brauchte einen neuen Rucksack fürs Büro. Den kann mir zwar auch die Firma stellen, jedoch ist das immer ein recht güntiges Teil und bei der "Stylepolizei" fällt der Rucksack voll durch. Zuletzt von der Firma Targus. Hat gemacht was er soll, ist nun aber auch durch und es sollte was besseres her.
Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen für den kommenden Rucksack. Cordura und "tacticool" sollte er sein, er sollte ein separates Laptopfach besitzen und im Hauptfach genug Platz für Verpflegung, Trinkflasche, etwas Schreib- und Papierkram sowie Laptop-Zubehör (Netzteil, Maus, Headset usw.) bieten und das alles sollte auch noch bezahlbar sein (weshalb Goruck leider schnell aus dem Rennen war).
Das Internet hat die Welt klein gemacht. Früher ging es in die nächste Kleinstadt, wenn ich sowas kaufen wollte. Mehr Auswahl? Na gut, dann halt in die nächstre Großstadt. Und heute? Heute kann man über das Internet seinen kommende Rucksack nahezu auf dem ganzen Erdball suchen. Aber wo bin ich denn nun gelandet? Kuala Lumpur??? Malaysia??? Na dann ...
Greenroom136:
Greenroom136 ist eine recht junge Firma aus Malaysia, gegründet von Patrick Lim in 2011, in 2012 öffnete der erste Workshop seine Pforten, 2013 der erste Store und bereits 2014 machte 80% des Umsatzes der Verkauf an internationale Kunden aus.
Rainmaker (Tactical) und W?ldcard custom bag:
Das Modell Rainmaker gibt es in einer "normalen" sowie in einer Tactical Version. Während die einfache Version nichts an der Front hat, kommt die Tactical Version mit einer großen Klettfläche und Molleschleifen an der Front. Außerdem gibt es das Modell in zwei Größen. Medium mit 22 Litern und Large mit 27 Litern Volumen. Ich habe mich für Large entschieden. Als Material das scheinbar unzerstörbare 1000er Cordura und YKK Zipper.
Man kann den Rucksack von der Stange wählen oder man entscheidet sich für ein W?ldcard custom bag, was bedeutet, dass man viele Details upgraden, verändern und verschiedenste Farben (auf Wunsch neun verschiedene an einer Tasche) aussuchen kann. Natürlich alles gegen Aufpreis. Da gibt es beispielsweise unterschiedliche Schnallen, Griffe, Kompressionsgurte unten, Velcro Keeper, Taschen für Sonnenbrillen und andere Zusatzfächer, Zipper-Pulls und vieles mehr.
Details:
Nun aber zu den Details meines Rainmaker Tactical ...
Die YKK Zipper kommen normalerweise mit solchen einfachen Kordeln. Diese machen durchaus Sinn, da alle Reißverschlüsse mit einer recht breiten Krempe bedeckt sind und man so nicht lange Fummeln muss, um den Zipper zu finden. Diese habe ich bereits durch Paracord-Schrumpfschlauch-Lösungen ersetzt, da mir diese so gut gefallen.
Die sind hier also schon auf den Fotos zu sehen, gehören aber nicht zum Lieferumfang. Jedoch hat man die Möglichkeit, Zipper Pulls aus 550 Paarcord mitzubestellen. Diverse Farben, 1x Monkey Fist, 4x Diamond Knoten.
An der Front hat man eine Klettfläche, die ihren Namen mal verdient hat. 10cm hoch und über die ganze Taschenbreite.
Unterhalb der Patchfläche befinden sich drei Reihen Molle zum Befestigen von weiteren Pouches oder Gear. An den Seiten gibt es kein Molle.
Die Fronttasche ist mit 33cm recht tief und kann viel aufnehmen. Alternativ kann man einen umlaufenden Reißverschluss bekommen, um das Fach weiter öffnen zu können.
Im Inneren der Fronttasche gibt es mit einem D-Ring und zwei kleinen Einschubtaschen ein wenig Organisation.
Das Hauptfach, nein, "mein" Hauptfach lässt sich 3/4 öffnen. Alternativ kann man wählen, dass die Reißverschlüsse bis ganz nach unten gehen, was dann aber nicht mehr kompatibel zu einer Seitentasche außen wäre. Das habe ich aber beides nicht gewählt.
Vorne im Hauptfach sind zwei Netztaschen ...
... hinten zwei Reihen Molle und eine Einschubtasche.
Im Hauptfach haben auch größere Odner gut Platz (hier zwei schmale Leitz Ordner), in das Einschubfach passen Din A4 Hefte und Zeitschriften.
Ich habe mir als Upgrade die Sonnenbrillentasche gegönnt. Meist habe ich da jedoch das Smartphone drin. Leider ist die Tasche nicht weich ausgeschlagen, aber das übersteht das Handy auch so. Eine Brille bräuchte aber unbedingt ein Case, was ich eh empfehlen würde.
Hinten gibt es noch ein kleines "Geheimfach", zum Beispiel für Ausweispapiere. Kleiner Eingang, im Inneren aber recht groß.