Beiträge von Bergmann

    Fürchte, dass es in naher Zukunft zu einer großen Marktbereinigung kommen wird.


    Die Inflation wird ihre Spuren hinterlassen, nicht alle Anbieter werden ihre Preise entsprechend erhöhen können, denn die generelle Kaufkraft der Bevölkerung geht zurück und die künftigen wirtschaftlichen Erwartungshaltungen sind aktuell negativ.


    Einerseits wird es weiterhin Luxusmarken geben bei denen die Kunden Wartezeiten und hohe Preise akzeptieren werden.


    Im mittleren Segment wird es zunehmend schwieriger.


    Kann sein, dass große Firmen wie zB. GSM weitere Marken aufkaufen werden. Wie sich dies auf die bisher hohe Vielfalt und Qualität auswirken wird lässt sich schwer voraussagen.


    Möglich ist auch, dass ein paar Innovationen wie zB. Magna Cut Sammler, die ohnehin gut ausgestattet sind, entgegen andersartiger Vorsätze dennoch zugreifen lässt.


    Allgemein kann ich mir nicht vorstellen, dass bei weiteren Preissteigerungen der Absatz in Stückzahlen nicht deutlich zurückgehen wird.

    @ andre


    Finde es toll wenn fachkundige Sammler wie Du günstig zu Einsatzmessern kommen und sie entsprechend wertschätzen.


    Wenn Messer über 1000$ oder gar ein Vielfaches davon kosten handelt es sich meiner Meinung nach mehr um eine Kunstform die den Bezug zur Realität zur Gänze verloren hat.


    Mad Dog zB. wurden zuerst als Einsatzmesser konzipiert, dann kam der Hype und ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Preisregion die Käufer in den Wald ziehen und loslegen.

    Aufgrund der Rückmeldungen kann man folgendes Fazit ziehen:
    Ein Nachschub an neuen Messern findet höchst selten statt, in Europa schon länger nicht mehr. Die Preise der SMF und SNG bei Amel von Vienna Cutlery waren zuletzt bei oder sogar über 800€. Da ist es verständlich, dass die Hard Use Folder in der Vitrine landen und primär als Fotogegenstand und Wertsteigerungsprojekt angesehen werden. Dass schön bemalter Folder im Falle einer Währungsreform das beste Investment ist glaube ich nicht.


    Mein persönlicher Anfang vom Ende als Strider und Crusader Forge Fan begann an einem schönen Bushcraft Tag mit Freunden, 3 Survival Trainer, einer davon zusätzlich damals Messermacher. Auf der Suche nach DEM SHTF / End of the World MESSER hatte ich ein Crusader Forge TCFM mitgenommen. Der Schallmauer Durchbruch für ein Fixed in der 400€ Liega war damals zum ersten mal geschehen, ein entsprechend besonderes Ereignis mit hoher Erwartungshaltung. Das ernüchternde Fazit war, dass niemand von uns sagen konnte, worin dieses Messer tatsächlich gut war bzw. was ein geeigneter Anwendungszweck gewesen wäre. Zum Batonieren war die Klinge zu kurz, das Schnitzen einer 4´er Falle aufgrund der Klingengeometrie eine Herausforderung…


    Bei einem Survivaltraining hatte ich ein etwas größeres Strider Tanto dabei. Einfaches Hacken und Batoning war absolut in Ordnung, der Rest bestenfalls Mittelmaß.


    Dass es auch anders geht zeigt zB. Fällkniven mit der Pro und X Serie. Die sind erhältlich, robust (siehe deren Bruchfestigkeit auf der Homepage) und Holzbearbeitung macht damit tatsächlich Spaß, Küchenarbeit geht auch jedoch benötigt feines Zwiebelschneiden mit 6 bis 7 mm Rückenstärke etwas Übung…


    Wer meint sein Messer in Autotüren rammen zu müssen findet zahlreiche günstigere Alternativen.

    Ich vermisse die gute alte ZT-Zeit.


    Mein 0550 wurde noch zu einer Zeit geboren wo Slogans wie "go bold ZT" oder "build like a tank" in Fett auf der Verpackung standen.


    Me Too.


    ZT waren meiner Einschätzung nach robuste (Einsatz-) Messer die bei der Gründung einen neuen Weg gingen.


    Nach Einstellung der Fixed und der Neuvorstellung von Foldern die eher an Gentlemanfolder als an robute Messer erinnerten und Farben im Vordergrund standen verlor ich das Interesse vollständig.


    Ein Revival alter Modelle mit zB. Magnacut und Kooperationen wie zB. Emerson könnte eine Alteranitve sein.

    Was sich vielleicht auch hier im Forum bezüglich Strider ausgewirkt hat ist der Verlust von Vorbildern.


    Ajax und Chris 77 hatten tolle Berichte mit realen Anwendungen.
    Ajax war dann von Strider enttäuscht, hat dies ausführlich beschrieben und ist zu Spartan übergewechselt.


    Auf FB gibt / gab es (?) eine Stridergruppe. Dabei handelt(e) es sich vor allem um Präsentationen. An reale Anwendungen kann ich mich nicht erinnern, ebensowenig an Diskussionen wie hier im TF.
    Und es gab Modelle die regelmäßig die Besitzer wechselten.


    Last but not least ist es vielleicht auch eine Generationenfrage. Ein altes Gerber BMF oder LMF zB. ist für jüngere keine Besonderheit. Dies waren Top Modelle in der Vergangenhet zu denen sie einfach keinen Bezug mehr haben.

    @ JB1964


    Bin kein Folderexperte.
    Das Atlas Lock hat, im Gegensatz zum Triad Lock, eine Spiralfeder die meiner Einschätzung nach im Lauf der Zeit nachlassen / sich verunreinigen kann.
    Triad Lock ist eine einfachere Konstruktion, wenn Schmutz reinkommt sieht man den und kann ihn leicht entfernen.



    Aber vielleicht stimmt diese simple Logik auch nicht.
    Beim Talwar ist zwei mal die Klinge gebrochen, selbst beim Schlagen mit dem Klingenrücken an die Eisenstange.
    Ich hätte gedacht, daass bei einem Folder der Verschluss irgendwann nachgibt und nicht dass die Klinge bricht.

    Auf mehrere. Bei all den Mißbräuchen, die natürlich außerhalb jeder normalen / sinnvollen Anwendung sind, gab es keinen einzigen "lock fail".


    zB. beim Talwar ist die Klinge gebrochen, das Lock blieb bis zum Schluss intakt.
    Das 4MaxScout hat überhaupt komplett bis zum Schluss durchgehalten.
    Bei einem Modell, kann mich nicht erinnern was es war, gab es zwar ein Wackeln, welches aber mit dem Anziehen einer Schraube auch weg war.

    Ist etwas gewöhnungsbedürftig und ein komplett neuer Stil.


    Die Sinnhaftigkeit der Gasmaske wurde mir klar als eine Klinge komplett zersplittert ist. Es gibt aber auch viele Episoden ohne diese. Natürlich kann man alles kaputt machen. Dennoch kann es interessant sein zu sehen, wie sich verschiedene Modelle verhalten (zB. Glock im vergleich zum J-P Peltonen Sissipuukko M95).


    Einige Modelle zB. gehen durch eine Windschutzscheibe, andere überhaupt nicht, manche behalten die Spitze, bei einigen ist das Ende aehr schnell erreicht bei anderen dauert es länger, die Ergebnisse sind manchmal doch anders als erwartet...


    Und wie beschrieben, 2 Modelle haben alles überlebt.


    Bei den Foldern hat das 4 Max Scout super abgeschnitten...

    Noss4, den älteren unter uns noch bekannt, hat einen würdigen Nachfolger der erst vor kurzem begonnen hat und wesentlich mehr Zuseher verdient.


    Das österreichische Nachwuchstalent geht hart zur Sache.
    Obwohl klar ist, dass die Tests weit jeneseits realer harten Anforderungen sind, kann man nicht mehr stoppen wenn man begonnen hat weitere Videos anzusehen.
    Das interessante daran ist, dass es sogar zwei Messer gibt, welches er nicht bis zur "Destruction" bringt ( kleiner Spoiler ;) ).
    Die Folder Tests sind auch nicht ohne und er geht härter ran als Onkel Lynn und ja, man kann auch etwas davon lernen (über Messer als Glasbrecher hatten wir einen Threat, Joe X zeigt regelmäßig wie er es dennoch schafft).


    Kurzer Hinweis: wenn ihr ein älteres blaues Auto habt zur Sicherheit nicht in Joes Nähe parken.




    https://www.youtube.com/channe…Y728oxQ2m6PlfM23gQ/videos

    @ Greider und Idox


    vielen Dank, es war Hydrolyse.


    Auf dem Kungesleden sah der Meindl Tundra (der viele Jahre sehr viel mitgemacht hat) so wie auf dem Link aus, die Sohle des 2. Schuhs traf innerhalb von 200 Metern das selbe Schicksaal. Improvisationen mit Superkleber und Pflaster verliefen unbefriedigend, Panzertape war keines dabei, das Weiterwandern mit einer Crocs Kopie hat das Prädikat nicht empfehlens- bzw. nachahmenswert.


    Beim Meindl Air (?) hatte ich großes Glück, kurz vor dem Erreichen des Autos verabschiedeten sich innerhalb einiger Meter Entfernung ebenso beide Sohlen, dieses mal aber im Fersenbereich.


    Die aktuellen Meindl haben wohl das im Artikel beschriebene gefährliche 7. Jahr.

    Ob es tatsächlich eine Hydrolyse war (Definition von Wikipedia: Die Hydrolyse ist die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser. Dabei wird ein Wasserstoffatom an das eine „Spaltstück“ abgegeben, der verbleibende Hydroxyrest an das andere Spaltstück gebunden. Die Umkehrung der Hydrolyse ist eine Kondensationsreaktion.) kann ich nicht sagen.


    Bei den Haix mit der Vibram Sohle kam es zu Sprüngen in der Sohle und beim Gehen durch zB. Wasserlacken oder im Schnee wurden die Füße nass (was davor nicht der Fall war).


    Bei den Meindls ist die Sohle einmal hinten und einmal vorne vom Schuh abgegangen und es hat eine "Füllung" gefehlt, der Rest der Sohle war dann flacher. Sorry, kann es nicht korrekt ausdrücken.


    Jedenfalls hat schon vor Jahren eine Verkäuferin gemeint, dass man nicht mehr sagen kann wo welches Modell gefertigt wird. Es gäbe mehrere Fabriken und je nachdem wo gerade Kapazität frei ist wird produziert. Dies kann zB. in Deutschland aber auch zB. in der Türkei oder wo auch immer sein.

    Bei Haix habe ich den Eagle (?) ein paar Jahre getragen bis sich die Sohle im wahrsten Sinne des Wortes aufgelöst hat.
    Ist bei Meindl auch schon 2 mal passiert (davon ein mal auf einem Weitwanderweg in Schweden ;( ).


    Das Haix Nachfolgemodell hatte kein Goretx und keine Vibram Sohle mehr, oder gibt es da noch eine bessere Ausführung ?
    Ansonsten sieht man auch an Schuhen, dass die Qualität tendenziell nachlässt und parallel dazu die Preise bestenfalls gleich bleiben.