Customs die mir ans Herz gewachsen sind haben in der Tat einen Namen - da sie vom Macher selber oft einen bekommen haben. Das sind Messer in denen Liebe, Arbeit und viel Kunstfertigkeit stecken. Messer sind bei mir keine reinen Objekte. Zu meinem Hammer habe ich keine tiefere Beziehung, zu meinen Messern schon. Und ja es liegt immer ein Messer neben meinem Bett. Und eine Taschenlampe.
Ach ja, im USN gibt es einen legendären Thread wer alles auf dem Klo mit dem Messer spielt...
Beiträge von nukm
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Ich schliesse mich Micha an. Soviele Konzepte wie EInsatzgebiete und persönliche Vorlieben. Meine persönlichen Vorlieben:
In den Bergen reicht mir oft mein Mygg von Norbert Leitner (4,3 cm Klingenlänge). Damit mache ich meine Gefriergetrocknete Nahrung auf, kann einen Splitter entfernen, kann mir Reepschnur fürs Tarp zurechtschneiden, bekomme aber auch Wurst, Apfel und Käse klein. Was aber wenn in eine Notsituation gerate? Dann kann ich die häufigsten Situationen (Hypothermie, ungeplantes Biwak, Verletzung durch Sturz etc.) auch ohne Messer lösen, bzw. das grosse Messer bringt mir keinen Vorteil. Ich habe bei all meinen Touren nie ein grösseres Messer gebraucht (hatte aber oft eins dabei, weil ich ein Freak bin und gerne meine Messer spazieren trage). Andere, auch die amerikanischen Long-Distance Hiker gehen oft nur mit kleinem Messer.
Das ist die eine Seite. Europa, Alpen, ein paar Stunden von der Zivilisation entfernt, Handy Empfang etc.
Die andere Seite: das Gegenteil zu oben, sprich Alaska, Kanada, Sibirien als Extrembeispiele. Hier macht ein grosses Messer fürs Unterholz (Weg bahnen im weglosen Gelände), Brennholz machen (nasses Holz etc.) durchaus Sinn. Zusätzliches feines Messer, fürs Ham Ham etc. Zusätzlich außerdem noch ein kleines Multitool für Zeltreparaturen etc. Alternativ der Bushcraft-Ansatz: Messer, Axt und Säge.
Also, wie Micha gesagt hat: Umgebung, Gegebenheiten, persönliche Vorlieben und als Hauptfaktor die manchmal recht unangenehmen persönlichen Erfahrungen.
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Christian, war das jetzt wirklich eine Reaktion auf diesen Thread und die von Dir erwähnten Kommentare oder hat sich da was anderes aufgestaut? Ich halte sowohl Revierler als LowEndD für differenzierte Menschen. Es geht hier nicht um Toleranz gegenüber Blackwater sondern um ein Messer mit einem, ja, dummen Slogan. Deshalb seine Forenmitgliedschaft zu kündigen...
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Angebot und Nachfrage. Frag mal ob eine IWC mit ETA-Werk, Stahlgehäuse und ohne Tritium 6000€ "wert" ist.
Zu der GSAR: was kommt denn da noch an Versand, Zoll und Mehrwertsteuer drauf? Die Anfrage ist halt gestiegen, jeder will eine Special Forces Watch mit Tritium, für das was der Markt hergibt ist der Preis OK. Historie ist genau das: Geschichte und jetzt nicht relevant.
Du hast ja Recht, die Preise haben angezogen, aber die Realität ist halt, dass es kaum Alternativen gibt, wenn es denn Tritium sein muss.
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Der Preis ist OK und nicht krass hoch. Eine Stahluhr mit ETA-Werk und Saphirglas sowie Tritium - soviele gibt es da auch nicht. Das Werk ist ausreichend robust und zuverlässig. Ob man jetzt mit einem mechanischen Werk Mountainbiken, Holzhacken, Großkaliberschiessen muss, kann oder darf, ist ein gewisser Streitpunkt. Ich mache es mit meiner IWC (modifiziertes ETA 2892-2) und habe bisher keine Probleme.
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Juchten: wann kommt jetzt Dein Buch raus? Im Ernst, unter anderem sind es Deine Beiträge die mich immer wieder sehr bereichern. Das ist sehr selten in unseren Zeiten und in einem Medium wie dem Internet und einem Forum. Danke, dass Du das Präfix "Fach" wieder in unserem Fachforum gestärkt hast!
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Eijeijei, da macht sich einer Mühe mit einem schönen Review...
Von meiner Seite Danke für die Arbeit und die Vorstellung. Mich hat mit TAD auch immer eine Hassliebe verbunden. Kaufe ich ein Teil von Arc'teryx, weiß ich: Medium passt. Kaufe ich ein Teil von TAD, weiß ich: nichts! Die Größen differieren derart, dass es für mich unmöglich war, auch über die Größentabellen, zuverlässig ein passendes Teil zu erwerben. Bei den zudem horrenden Lieferkosten aus USA... Auch der Finne hat da nicht viel weiter geholfen. Mit TACWRK hat sich da wirklich etwas getan. Die Qualität von TAD, Made in California (zum Teil) und jetzt der 1A Service von einem sehr netten Unternehmen aus Deutschland und der Rabatt - was will man mehr?
Also: nochmal vielen Dank für das Review, die Bilder und die Mühe. Ich trage daheim genau solche Schlapfen und wer was dagegen hat kann sich gerne links und rechts eine abholen - ausgeteilt mit den Schlapfen
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Lustiger Thread, Danke insbesondere Micha. Muß ich jetzt meine Referenzen listen? Habe die entsprechende Literatur natürlich auch verschlungen (Hagakure ist auch schön zu lesen), war und bin seit langem vom Mythos der japanischen Schwerter fasziniert, war in Japan und habe die für die Japaner als höchste Kulturgüter geltenden Nihontos in Tokyo im Museum bestaunt, praktiziere seit Jahren Shinkendo und bin auch graduiert, habe auch in traditionelle Ryuha geschnuppert, habe mich Jahrelang durch Schwertliteratur, entsprechende Websites etc. gewühlt und muß nach alledem feststellen, dass ich von japanischen Schwertern keine Ahnung habe. Ich kann vielleicht mit der Terminologie umgehen - ein gutes von einem außergewöhnlichen Schwert unterscheiden kann ich nicht. Ich behaupte wirklich können das nur sehr wenige; ich glaube sogar, dass man tief in die japanische Kultur eintauchen muß, um zu verstehen, was ein echter Schwertkenner bei der Betrachtung/Beurteilung/Einstufung eines solchen Schwertes empfindet. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist das, was (glaube ich) der Threadstarter sucht: ein geil ausschauendes Teil mit dem Zombies in Teile gehackt werden kann. Da ist er mit den Teilen von Paulchen, Zombietools etc. gut dabei.Eins noch: man kann sich böse Aua machen mit einem scharfen Schwert. Auch wenn man meint, dass man aus Filmen alle relevanten "Moves" drauf hat, die Realität schaut anders aus. Bestenfalls wird man dann in der Notaufnahme ausgelacht (wenn es nur eine Blessur ist), schlimmstenfall glaubt ein mehr oder minder gebrauchtes Körperteil dran. Micha hat es mit Humor formuliert, ist aber ein ernstes Thema. Manchmal fragt man sich wirklich ob man in so einem Thread überhaupt antworten soll...
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Gutes Review, wie immer. Doch bei seinen Größenangaben muß man aufpassen: der gute Mann ist zwar nicht dick, aber eben um die Taille doch etwas "Amerikanisch" gebaut (was man bei seinen Größenangaben für Hosen sieht). D.h. sowohl unter die Bravo, als auch unter die Combat, passt mehr als ein dünner Baselayer - auch die Atom LT. Ich habe die Combat Jacket im Winter sogar mit einer dünnen Daunenjacke drunter getragen. Ich bin 1,78 m und 70 Kg, sportlich. Wer um die Mitte rum etwas mehr hat, kriegt vielleicht nur ein Merino drunter, für sportlich schlanke Menschen geht auch ein Midlayer drunter. Der Rest stimmt in dem Review.
Das mit dem CC würde ich jedoch weniger an der Größe (Weite) der Jacke festmachen, als an der Länge - und da ist die Bravo bewußt kurz geschnitten (Bomber length, um eben besser an die Waffe zu kommen). Verdecktes Tragen kommt bei uns eher für Wenige in Frage, die Combat und die Drac Jacket sind aber länger geschnitten und dafür besser . -
Dachte ich mir doch.
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Überleg Dir das mit dem Treckingrucksack und den 65-80 L. Ich weiß ja nicht was für Touren und Schwierigkeitsgrade Du anstrebst (I,II,III Grad?), aber es hat schon seinen Grund warum es Alpin- bzw. Bergrucksäcke gibt. 65-80 L - wenn Du da nicht Dein Daunenbettchen reinpackst, dann bist Du schnell mal bei 30+ Kg Gewicht zum Schleppen. Mach mal mit 30 Kg im Rucksack 1000 Step ups und schau wie es Dir geht. Und dann überleg Dir wie es bergab geht. Für eine Hüttenwanderung brauchst Du das nie im Leben! Nie! Nimm einen guten Bergrucksack (30-40 L) und Du must alles weglassen was Du nicht brauchst. Nimm einen Bivyponcho, dann hast Du Biwaksack, Tarp und Regenbekleidung in einem, Merinounterwäsche (ein Set an, ein Set zum Wechseln) etc. pp. Multi-use Gegenstände, nur das Wichtigste und einen regenfesten Rucksack der sich gut trägt. Für die Hütte brauchst Du eben keinen 0° Schlafsack, sondern nur einen Hüttenschlafsack, es sei denn Du nächtigst im Winter, im Winterlager.
Ich könnt noch ewig weitermachen, aber 65-80 Liter Treckingrucksack für eine 3-Tages Hüttentour und keiner widerspricht????
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Schön gemacht. Insbesondere die Daumenauflage gefällt mir gut: etwas aggressiver als die sehr weiche "Daumencouch" von Norbert Leitner, aber eben nicht so raspelig wie "klassische" Serrations.
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Ja, ich hatte sie an. Ich habe mich dann für die Bravo Jacket entschieden. Erwähnenswert ist, das viele Teile aus der neuen LEAF Kollektion jetzt Made in China und sonstwas sind. Das erklärt die niedrigeren Preise z.B. gegenüber der alten Bravo Jacket. Die Drac Jacket ist in erster Linie für Polizeibehörden und den Einsatz im urbanen Umfeld gedacht = günstiger, Produktion in Fernost, Material Fortius oder Burly, Farbe Wolf. Alte Linie (gedacht für Special Forces, gutes Budget, Berry Amendment etc.) = Teuer, aber Made in Canada, US-Materialien (Tweave etc.). Ob da jetzt über das Material hinaus Unterschiede in der Verarbeitung bestehen konnte ich nicht feststellen, wird aber immer wieder behauptet. Ich bevorzuge das Tweave-Material, da höherer Nylonanteil und somit für mich robuster. Gefühlsmässig bevorzuge ich auch Made in Canada gegenüber Made in China. Den Preisunterschied bin ICH gerne bereit zu zahlen. Ansonsten gute Jacke, die Größe scheint true to size zu sein, d.h. Schnitt ist athletisch, aber man kann seine übliche Größe nehmen. Das Material ist relativ glatt, Isoliervermögen liegt zwischen der Combat (= nicht isoliert) und der Bravo Jacket (sehr warm). Schnitt ist etwas länger. Reviews gibt es glaube ich noch keine (selbst bei Military Morons etc.). Erste Eindrücke (z.B. im USN) sind aber wohl gut.
Die grundsätzliche Frage ist, worin sich diese Jacke (von den Klettflächen abgesehen) von einer normalen, zivilen Arcteryx Softshell unterscheidet? -
Dann werfe ich nochmal Arc'teryx in die Runde. Die haben einige Merinomodelle, sehr schlicht und werden auch gerne von Haley, Costa und Co. getragen , wenn einem das was bringt. Ich trage meine seit Jahren, kein Jucken, guter Sitz, super Verarbeitung. 99% der Merinosachen kommen aber aus China, auch Icebreaker und Sachen von TAD - geht wohl nicht anders.
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Sehr schönes Review - vielen Dank für die Mühe! Zudem durchdachtes Konzept für den Tascheninhalt.
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Links: IWC Aquatimer Automatic.
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Ups - wollte nur helfen. Das es nur um die Productionvariante geht, war mir aus dem 1. Post von Buckshot nicht klar ersichtlich. Daher: gerne kann mein Post gelöscht werden.
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OT: Monkeyedge kommt nicht in Frage? Die haben das Messer, schicken mit sehr günstigen Konditionen via FedEx, akzeptieren Paypal und haben einen 1A Kundenservice. Hat sich natürlich erliedigt, wenn Du das Messer schon hast.